SERC 1904
Fire Wings

Saisonfazit

22. Februar 2026

🔵+++ FAZIT+++⚪

Wenn wir auf die vergangene Saison zurĂĽckblicken, sehen wir eine Saison mit Licht und Schatten.
Es gab Momente, in denen die Mannschaft ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat – Spiele, in denen Einsatz, Leidenschaft und spielerische Qualität absolut gestimmt haben. Diese Höhepunkte haben gezeigt, was in diesem Team steckt, wenn all diese Punkte stimmen.
Gleichzeitig müssen wir aber auch festhalten, dass es auch Partien gab, beispielsweise in Pforzheim, in denen wir uns am Ende für einen ordentlichen oder teilweise sogar dominierenden Auftritt nicht belohnen konnten. Uns fehlte mitunter die letzte Konsequenz, die nötige Ruhe oder auch die taktische Disziplin, um enge Spiele für uns zu entscheiden. Genau diese Details machen in dieser starken Liga letztlich den Unterschied aus – und genau hier haben wir Punkte liegen lassen.
Diese verpassten Chancen hatten schlussendlich Auswirkungen auf unsere Playoff-Platzierung. Wir haben es nicht geschafft, uns eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs zu erarbeiten. Nach der Erkenntnis, Platz Vier nicht mehr erreichen zu können, wussten wir, dass wir in der ersten Runde auf einen starken Gegner wie Heilbronn treffen würden – eine Mannschaft, der wir mit einer besseren Platzierung möglicherweise hätten aus dem Weg gehen können. Diese Möglichkeit haben wir uns leider im Laufe der Saison selbst genommen.
Am Ende steht nach der regulären Saison ein siebter und damit vorletzter Tabellenplatz. Das entspricht nicht unseren Erwartungen und ganz sicher nicht unserem eigenen Anspruch. Wir sind mit anderen Zielen in diese Saison gestartet und wollten uns im mittleren Tabellenbereich etablieren und die oberen Plätze ordentlich ärgern. Dass uns dies nicht gelungen ist, müssen wir offen und ehrlich anerkennen.
ABER: Man darf man die Rahmenbedingungen nicht außer Acht lassen. Wir haben in einer Liga gespielt, in der einige Mannschaften nahezu zu zweidrittel mit ausländischen Spielern antreten. Amerikaner, Finnen, Schweden, usw. Für den Amateurbereich ist das aus unserer Sicht ein Zustand, der nur schwer nachvollziehbar ist. Hier sehen wir den Verband in der Verantwortung, klare Richtlinien zu schaffen, um Chancengleichheit und die Förderung heimischer Spieler und vor allem des Nachwuchses langfristig zu sichern. Es ist bemerkenswert und gleichzeitig absurd, mit welchen personellen Möglichkeiten manche Teams antreten konnten – das ist in dieser Form im Amateurbereich diskussionswürdig.
Unter diesen Umständen kann man die Leistung unserer Mannschaft durchaus respektieren und anerkennen. Die Spieler haben sich Woche für Woche gestellt, haben Einsatz gezeigt, sind an ihre Grenzen gegangen und haben sich auch nach Rückschlägen nicht hängen lassen. Die Moral innerhalb der Mannschaft war intakt, der Zusammenhalt spürbar – und das ist unsere wichtige Grundlage.
Dennoch gilt: Unabhängig von den genannten Faktoren haben wir einen eigenen Anspruch an uns selbst. Egal gegen welchen Gegner wir antreten, wollen wir konkurrenzfähig sein und unsere Spiele mit maximaler Konzentration und Cleverness bestreiten. Diesem Anspruch sind wir über die gesamte Saison hinweg nicht konstant genug gerecht geworden.
Deshalb fällt das Gesamtfazit am Ende eher durchwachsen aus. Nicht, weil der Einsatz oder der Wille gefehlt hätten – sondern weil wir wissen, dass mehr möglich gewesen wäre. Die Saison hat uns jetzt klar aufgezeigt, in welchen Bereichen wir uns verbessern müssen – in der Spielintelligenz, in der Konstanz und der Effizienz in entscheidenden Momenten, wie beispielsweise Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und wegbleiben von der Strafbank.
Wenn wir diese Erkenntnisse annehmen und konsequent daran arbeiten, kann diese Saison trotz aller Enttäuschung eine wichtige Grundlage für die kommende Saison sein.